News: Papiermarkt und Preisentwicklung

Zum Jahresbeginn sind die Papierpreise gesunken - Nun zeichnet sich eine gegenteilige Entwicklung ab

Die weltweit andauernde Covid-19-Krise hat markante Auswirkungen auf den Papiermarkt. Der Verbrauch an Zeitungspapier in Europa wurde dadurch im 2020 um 20% reduziert. Daraus sind Überkapazitäten in der Herstellung entstanden. In den Preisverhandlungen für 2021 wurden historisch tiefe Preise erzielt, welche an unsere Kunden weitergegeben wurden. 

Der durch den Internethandel erhöhte Bedarf an Karton führt zu steigender Nachfrage an Altpapier. Dies verknappt das Altpapier und führt zu massiv steigenden Preisen für dieses. Die Zeitungspapierfabriken bekommen in Folge das Altpapier nicht mehr oder können dieses wegen der tiefen Marktpreise für Zeitungspapier nicht bezahlen. Als Auswirkung davon müssen die Papiermaschinen zeitweise abgestellt werden. Die Konsequenzen sind kurzfristige Verknappung, reduzierte Verfügbarkeit und ungewohnt früh im Jahr sich verändernden, steigende Preise. 

Neue Schliessungsankündigungen von z.B. Stora oder der von Norske vorgezogene Umbau der Zeitungspapiermaschine in Bruck (AUT) reduziert die Kapazität nachhaltig und unterstützt den Trend zu höheren Preisen zusätzlich. 

Kunden mit Jahrespreisen sind vorerst davon nicht betroffen - für 2022 wird sich aber wahrscheinlich nicht verhinder lassen, dass auch sie höhere Preise bezahlen werden müssen.Wir raten Ihnen deshalb, die Entwicklung im Auge zu behalten und im Budget für 2022 zu berücksichtigen.